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Wenn Eifersucht zu Neid und Neid zu Hass wird, dann wird es zerstörerisch….

NeidEs ist still geworden um mich, ich habe mich zurückgezogen, um meinen Gefühlen und Beobachtungen Klarheit zu verschaffen. Gerade in der heutigen Zeit, so habe ich festgestellt, wird das immer wichtiger. Die wichtigste Erkenntnis aus den letzten Monaten war für mich, als verstehen wollender Mensch, dass man nicht alles verstehen muss und schon gar nicht kann. Manchmal kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln und akzeptieren was man, egal was man auch versucht, nicht ändern kann.

Ich habe so meine Probleme mit Eifersucht, Neid und Hass. Ich hinterfrage warum Menschen nicht einfach glücklich und zufrieden sein können mit dem was sie haben. Ich hinterfrage warum sie nicht einfach aufhören mehr haben zu wollen, oder das haben zu wollen was andere haben. Zwischendurch fällt mir dann immer wieder der Spruch Gier frisst Hirn ein. Offensichtlich ist das wohl wirklich so. Je mehr manche haben, desto weniger können sie es schätzen. Dann wird angefangen, den Fokus des Lebens vom eigenen auf andere zu richten. Und schon beginnt die Spirale von Eifersucht, Neid und Hass. Je nachdem wie tief dieser Hass dann geht, wird dafür gesorgt all jene zu zerstören die es augenscheinlich besser haben. Doch haben es die anderen wirklich immer besser? Ich sage nein. Keiner hat es leichter, oder besser, wir haben hier alle unsere Aufgaben und Holpersteine im Leben. Es gibt niemanden, den man beneiden müsste. Das was ich nicht habe, habe ich deshalb nicht, weil ich mich dazu entschieden habe. Sicher ist das, wie vieles von mir, eine provokante Aussage und doch empfinde ich sie als richtig.

Jemand verliert seinen geliebten Partner, ist über dieses Schicksal verbittert und hadert mit dem Leben und mit allen Menschen die noch einen Partner haben. Sie bringen es zum Ausdruck in diversen Sätzen wie ….. du hast ja wenigstens einen Partner. Ich bin ganz alleine.

Doch, dass man alleine ist, hat man selbst entschieden. Ja, es stimmt das Schicksal, jemanden, den man liebt zu verlieren, ist hart und erscheint als ungerecht. Doch das Schicksal entscheidet nicht, alleine zu bleiben, diese Entscheidung obliegt immer uns selbst. Warum also die Partnerschaft eines anderen neiden?  Den geliebten Menschen, das ist klar, kann niemand ersetzen. Doch ein neuer Partner zeigt uns auch neue Facetten des Lebens…… Nicht diejenigen die einen Partner haben berauben uns dieses Lebensgefühls, sondern derjenige der sich dagegen entschieden hat, einen neuen Partner zu haben, beraubt sich dessen selbst. Wir also entscheiden selbst und wenn uns diese Entscheidung nicht mehr gut tut, oder nicht gefällt dann liegt es an uns dies zu ändern. Mit dem Leben zu hadern, andere verantwortlich machen und ständig darüber zu jammern ist weder dem Leben noch den anderen gegenüber fair.

So ist das in allen Lebenssituationen. Es sind unsere eigenen Entscheidungen die wir tragen müssen, die Konsequenzen ziehen obliegt ebenso uns selbst.

Ich habe mich nach vielen Jahren dazu entschieden nicht mehr um Liebe oder liebevolle Zuneigung kämpfen zu wollen. Ich habe mich dazu entschieden mich nicht mehr zu verbiegen nur für ein anerkennendes Wort. Ich wollte nicht mehr im Kampf leben um Dinge die in einer Partnerschaft selbstverständlich sein sollten. Ich habe damals gelernt, dass man Liebe gibt und nimmt, in einem gleichen Ausmaß. Wenn einer der Partner, das was man selbst als liebevolle Geste, als Arschkriecherei empfindet, dann sind die Vorstellungen von Beziehung und Liebe unterschiedlicher Natur. Die man entweder überwinden kann indem man sich dem anderen fügt, oder die Konsequenz zieht und geht. Liebe sollte ohne Leid gelebt werden. Das, sich dem anderen fügen, bringt viel Leid mit sich, deshalb bin ich gegangen. Ich hadere nicht mit meinem gehen, denn ich habe mich so entschieden und empfinde auch heute noch diese Entscheidung als für mich richtig.

Ich bin weder frustriert noch böse. Ich neide nicht, ich hasse nicht. Unterschiedliche Vorstellungen haben uns unterschiedliche Wege einschlagen lassen. Was mich allerdings schon grantig macht, ist wenn Menschen anfangen jemandem das Leben schwer zu machen, weil er den Mut hatte zu gehen. Zu einer Trennung gehören immer zwei. Dessen sollten wir alle uns bewusst sein. Auch ich habe meine Verantwortung für die gescheiterte Partnerschaft zu tragen. Auch ich war in dem Fall nicht die richtige Person fürs Leben. Was ich nicht richtig finde ist wenn sich einer von zweien versucht aus seinen Verantwortungen zu ziehen und den anderen für alles verantwortlich macht. Wenn einer das Leben genießt und auf gemeinsame Verantwortungen vergisst. Sich dann anmaßt zu behaupten man würde es ihm ja schwer machen seinen Verpflichtungen nachzukommen. Vor allem dann wenn die Verpflichtungen lästiges Beiwerk sind und man sie den Freuden des Lebens hinten anstellt…..Und richtig grantig machen mich Menschen die auf Kosten ihrer Kinder, den unschuldigsten einer zerbrochenen Partnerschaft, agieren. Diese leiden lassen, ihnen Versprechungen machen und sie immer und immer wieder brechen nur um den verhassten Partner eines rein zu würgen. Man braucht seinen Partner nicht dafür hassen, dass man selbst nicht fähig war das zu ändern was nötig gewesen wäre…. Kinder leiden zu lassen ist meiner Meinung nach eine ganz miese Charakterschwäche….Hart aber wahr….

 

Schuld verteilen, andere verantwortlich machen, das ist etwas was Menschen mit Vorliebe tun. Sie beherrschen es zur Vollendung. Dabei vergessen sie immer den eigenen Part im großen Drama. Auch hier ein Beispiel.

Da gibt es Schwiegertöchter, die ihre Schwiegermutter behandeln als wäre sie ihrer nicht würdig, die jedem der ihnen über den Weg läuft erzählen, wie sehr sie diese Frau hassen. Welches Leid diese Frau ihnen zugefügt hat. Dabei erzählen sie allerdings nur die Hälfte. Sie erzählen wie die Schwiegermutter sich angemaßt hat ihre Meinung zu sagen, sie erzählen, dass sie als Flittchen betitelt wurden. Sie erzählen, dass die Schwiegermutter ihnen gesagt hat, dass sie auch nur normale Menschen sind und keine Prinzessinnen. Sie vergessen dabei warum diese Aussagen getätigt wurden. Sie vergessen zur Gänze ihr eigenen wirken. Das darf nämlich keiner hören, schließlich ist es ja die Schwiegermutter die hassenswert ist. Ist sie das? Wenn man die Erklärung der Schwiegermutter hört sieht die Welt schon wieder anders aus.

Die eine Schwiegertochter wollte mehr sein als sie ist und der Satz du bist keine Prinzessin und du bist nichts besseres nur weil du eine leitende Position übernommen hast rührt daher, dass die Schwiegermutter sich zur wehr setzte als die liebe Schwiegertochter meinte diese Frau, die ihr ganzes Leben lang für ihre Familie da war als dumm und ungebildet darzustellen….
Die Betitelung als Flittchen rührte nicht einfach daher, dass die Schwiegermutter sie einfach abstempelte, sondern als streng gläubige Frau es für sie nicht verständlich war, dass eine junge Frau sich einen vierfachen Vater anlacht und sich in eine Familie drängt. Das aber wird keine der Schwiegertöchter je nur erwähnen, sie sind ja unschuldig und diese Frau ist einfach nur böse…..

Traurig, sehr traurig….

Wir alle tragen unsere Verantwortungen und dessen sollten wir anfangen uns bewusst zu werden.

Noch ein Beispiel aus dem realen Leben der vergangenen Monate wo ich ständig kopfschüttelnd durch die Welt gehe.

Da wird dem einen Enkelkind zum Vorwurf gemacht, dass es der Lieblingsenkel war. Das Kind kann da am wenigsten für. Das Kind hatte einen ganz besonderen Bezug zu den Großeltern, nicht weil es sich in späterer Folge ein großes Erbe erwartete, sondern weil deren Eltern den Großeltern das Kind anvertraut haben und dieses Kind die Möglichkeit hatte viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Die, die heute genau jenes Kind negativ behaften wollen mit dem Titel Lieblingsenkel, vergessen dabei allerdings zu erwähnen, dass deren Kinder diese Möglichkeit niemals hatten, denn deren Kinder durften keine Tage und Nächte mit den Großeltern alleine verbringen…….Wer keine Chance bekommt die Beziehung aufzubauen, der kann das nicht tun, und die Chance auch ein Lieblingsenkelkind zu werden, wurde nicht von den Großeltern genommen, sondern von den Eltern die ihre Eltern als unfähig betrachteten und den Kindern durch so wenig wie nur möglich Kontakt dessen beraubt haben.

Da ist diese Frau, die ihren Mann für alles verantwortlich macht was nicht nach ihren Vorstellungen läuft. Die Ihre Schwägerin hasst, weil sie alles hat was sie sich wünscht, doch einfach nicht so eintreffen will. Was sie dabei nicht sieht ist, dass auch sie in ihrer Beziehung Fehler macht, es ist nicht förderlich den andern klein zu machen weil er kein Handwerker ist. Es ist nicht förderlich an anderen zu kritisieren um, das zu bekommen was man sich wünscht

Eine andere Frau hat ein Kind mit dem sie kaum zurechtkommt, dieses Kind ist fast schon Jugendlich und es wird immer leichter, doch die Frau wünscht sich ein zweites Kind, ihr Mann allerdings nicht. Nun ist ihr Mann schuld, dass sie nicht bekommt was sie will, aber alle anderen das so haben und sie nicht mithalten kann. Kinder zu haben ist etwas wundervolles, doch es ist auch anstrengend. Ich hab drei. Das ist an manchen Tagen echt nicht zu beneiden. Kinder haben bedeutet Anstrengungen, Verantwortung, auf sich selbst verzichten können, Abstriche machen, usw.. Anstatt dem Mann Vorzuwerfen, dass er sie hindert ihren Traum zu leben sollte sie vielleicht einmal anfangen darüber nach zu denken ob ihr Mann nicht vielleicht ein klein wenig recht hat nein zu einem zweiten Kind zu sagen, wenn das eine schon so Belastend für sie ist. Vielleicht sollte sie, die ja nicht nur diese Anforderung an ihn hat sondern auch noch ein superschönes Haus haben will und Urlaub machen will und regelmäßig ein neues Handy haben will und, und, und, mal darüber nachdenken worauf sie verzichten müsste, mit einem weiteren Kind, auf das sie nicht verzichten kann oder will? Kinder bedeuten nämlich auch verzichten zu können!! Man hat Kinder nicht weil andere sie haben, man hat Kinder weil man Liebe weiter geben kann. Kinder bedeuten Unordnung im Leben, und jemand der alles geordnet haben möchte hat vielleicht bei einem Kind die Möglichkeit alles unter einen Hut zu bringen, mit jedem weiteren Kind (das weiß ich aus Erfahrung) ist nichts mehr geordnet ….Was also beneidet sie bei ihren Freunden? Das Chaos? Die Sorgen? Die Verantwortung? Den Verzicht??

Was also bewegt Menschen dazu Eifersüchtig zu sein? Neidig zu sein? Zu hassen? Es sind deren eigenen Entscheidungen die sie dazu veranlassen. Deren Entscheidungen die sie trafen doch dafür die Verantwortung auf andere abschieben wollen. Weil es weh tut sich selbst in den Spiegel zu schauen und zu sich ehrlich zu sein. Das ist es, was ich nicht verstehen kann und auch nicht muss. Ich kann diese Menschen nicht ändern und will es auch nicht doch ich kann mich und meine Gefühle dazu ändern, was ich unbewusst, wie  mir bewusst wurde auch getan habe. Ich habe mich zurückgezogen und distanziere mich von solchen Menschen.

Es gibt immer irgendwas zu jammern, besonders bei uns in den westlichen Breitengraden. Da wird gejammert über
*) den Job den man hat….es gibt Menschen die haben keinen!
*) weil man keine Ahnung hat was man essen soll….es gibt Menschen die haben gar nichts zu essen
*) die mangelnde Qualität der Kleidung und Schuhe ….es gibt Menschen die haben weder das eine noch das andere
*) die Wohnung oder das Haus….es gibt Menschen die haben nicht mal einen Pappkarton
*) die Rezeptgebühren….es gibt Menschen die wissen nicht mal was ärztliche Versorgung ist
*) und so weiter und so weiter…..

Jammern um des Jammers willen, einfach nur um anderen zu sagen wie beschissen dieses Leben ist und dabei übersehen wie schön es hier ist. Was wir für ein schönes Leben haben und wo unsere Entscheidungen zum Tragen kommen….

 

Bevor wir Eifersüchtig, neidig oder gar Hasserfüllt sind, sollten wir uns alle vor den Spiegel stehen und uns selbst hinterfragen. Und das bevor es zerstörerisch wird und uns krank macht oder wir das Leben anderer zerstören, weil wir blind sind und anderen Schuld zuschreiben für unser Verhalten…..

Denn eines ist sicher, Eifersucht, Neid, Hass macht in der Endkonsequenz krank…den einen mehr den andern weniger…doch krank macht es …als Lebenslehre damit wir um entscheiden können und lernen mit dem was wir haben zufrieden zu sein…..

 

In Liebe Regine