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Synchronizität – Das kann doch kein Zufall sein

SynchronizitätSo etwas wie einen Zufall, wie er im Sprachgebrauch gerne verwendet wird gibt es meiner Meinung nach nicht. Ich sehe Zufall ein wenig anders, es fällt dir etwas zu. Es passiert oder kommt etwas, was genau in diesem Augenblick das Richtige für dich ist.
Synchronizität heißt, dass Ereignisse geschehen, die zeitlich kollidieren allerdings nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind, jedoch als miteinander verbunden aufeinander bezogen und gedeutet werden. (Def. Wikipedia) Was im Klartext heißt es geschieht etwas und kurze Zeit darauf geschieht wieder etwas, was wir mit dem vorherigen in Verbindung bringen.
So ist es mir heute Morgen ergangen. Jeder der mich kennt weiß, dass ich einige Dinge mache. Ich male, ich modelliere, ich bastle, ich schreibe, graviere Gläser, bemale Kerzen und vieles mehr. Seit ein paar Tagen siede ich wieder Naturseifen.

Alles was ich mache, macht mir Spaß. Im Vordergrund für all mein Tun steht immer meine Familie. Bilder, Dekoideen dienen dazu unser Heim zu einem Wohlfühlort zu machen. Seife und Co dienen unserer Gesundheit. Vieles von mir produziertes zeige ich mit Stolz her. So als Anregung für alle Menschen, die ebenfalls gerne etwas für sich und ihre liebsten tun. Immer wieder begegnen mir Menschen, die mir erzählen wie toll sie das finden, doch sie selbst hätten dafür weder Zeit noch Muße oder mangelndes Geschick. Dann werde ich gefragt, ob ich meine Sachen nicht auch verkaufe. Ja klar, warum nicht? Schließlich kaufe ich auch gerne von anderen Bastlern Handgefertigtes. Dafür bezahle ich gerne auch mal etwas mehr, da ich weiß, dass man das Material besorgen muss, jede Menge Zeit in seine Arbeit investiert und vor allem sein gesamtes Herzblut in solchen arbeiten steckt. Handgemacht ist eben Handgemacht.


Voriges Jahr ist es mir schon ein paar Mal passiert, dass Menschen mich anschrieben ob ich ihnen nicht meine Statuen verkaufen kann. Ja klar, warum nicht? Ich nannte den Preis, dann kam nichts mehr. Eine hat mir sogar einen Sonderauftrag erteilt. Sie kannte meine Engel und die Afrikadamen, liebevoll gestaltet in einem Boot stehend. Der Preis war für sie OK, doch sie brauchte einen Indianer. Kein Problem. Ich fragte nach wann genau und ob es eine bestimmte Vorstellung gab. Im Dezember sollte der Indianer fertig sein, da es ein Geschenk sein sollte. Vorstellung gab es keine, nur ein Indianer sollte es sein. OK, alles kein Problem. Bevor ich die Materialen besorgte, fragte ich noch einmal nach, ob die Bestellung immer noch aufrecht ist. JA, sicher, mit diesem Geschenk wollte die Dame einem Indianerfan eine riesen Freude machen. Soweit so gut, ich besorgte alles was ich benötigte. Fing an mir Gedanken zu machen wie ich den Indianer in Szene setzen wollte. Mein Entwurf war wie folgt. Der Indianer sollte an einer Feuerstelle sitzend sein. So begann ich das Grundgestell zu entwerfen. Bodenplatte zurechtschneiden, den Gipskopf auf einer Holzstange befestigen, die dafür verwendeten Stoffe zurechtschneiden. Federn, Perlen, Holz, Steine alles zurechtlegen. Schon in die Vorbereitung habe ich mehrere Stunden investiert. Dann kam eine Benachrichtigung, die mich sehr ärgerte. „Regine wenn Du noch nicht angefangen hast, dann lass es mal mit dem Indianer…….“ Begründung war, sie würde diesen Bekannten erst irgendwann im nächsten Jahr sehen.

Was antwortet man in so einer Situation? Die Realität, es war zu spät, ich hatte angefangen. Mein Geld bereits investiert, von dem ich nun wusste, dass ich es nicht zurückbekommen würde. Mit einem angefangenen Modell, das ich entweder für mich behalten konnte, oder wenn es gut geht jemand anderer haben wollte. Fakt ist diese Erfahrung war lehrreich, ich werde keine Sonderaufträge annehmen. Das was ich mache und vorrätig habe kann jeder gerne erwerben, doch es gibt keine Sonderanfertigungen mehr.

Dies ist der eine Teil der Geschichte, der andere Teil ist, dass ich derzeit ganz oft von Menschen privat angeschrieben werde, die unglaublich gerne meine Seifen haben wollen. Geschenkt natürlich. ÄHHHHM???? Warum? Natürlich schenke ich meinen langjährigen Freunden gerne mal zum Testen oder um ihnen eine Freude zu bereiten meine Seifen, oder Kerzen, oder Gläser, oder Statuen, doch mir völlig Fremden?? Mit welcher Begründung??

Seit Tagen frage ich mich, wie Menschen auf die Idee kommen, dass sie von mir etwas geschenkt wollen. Dann kam heute eine Zuschrift über Facebook. Man würde gerne eine meiner Zeichnungen erwerben. (Es handelt sich um das Portrait des kürzlich verstorbenen David Bowie.) Ich nannte den für mich angemessenen Preis. Wohl wissend, dass es teuer klingt. Und doch nicht bereit es zu verschleudern, da so eine Feinzeichnung in Summe fast 24 Stunden Arbeitszeit beinhaltet. Als Antwort bekam ich bist du verrückt? Das ist ja nur Papier und Bleistift, was du dafür brauchst.

Ich las es, und wusste nicht was ich dazu sagen sollte. Meine Antwort wollte ich gut überlegen. Also beschloss ich ein wenig Zeit verstreichen zu lassen. Ich schmökerte ein wenig in Facebook und siehe da, sowas kann kein Zufall sein. Ich fand ein Posting, passend zum Thema.

„Eine Kundin wollte eine Dekokugel und fand eine Künstlerin, die wunderschöne Arbeiten anbot und dabei auch noch einen super Preis veranschlagte. Die Kundin dachte sich allerdings, dass der Preis, den die Künstlerin wollte, zu hoch sei -  also schrieb sie ihr: Ich möchte gerne eine Dekokugel bei dir kaufen, aber ich denke, dass deine Preise einfach zu teuer sind. Die Künstlerin war ein wenig irritiert, als sie das las, und antwortete: OK, was denkst du, wie viel ich nehmen sollte dafür? Die Kundin: Ich denke du solltest so viel  E dafür nehmen, weil die Lichterkette das kostet, das Papier und der Kleber dies, und die Kugeln jenes. Ich hab dabei auch noch den Preis für den Pinsel, mit dem du arbeitest, einberechnet. Der Preis de die Kundin veranschlagte, war deutlich unter dem Preis, den die Künstlerin sich vorstellte. Aber sie sagte: OK, abgemacht. Du kriegst diene Ware in einer Woche. Die Kundin war so stolz auf sich und konnte es nicht lassen all ihren Freunden von diesem tollen Deal, den sie machen konnte zu erzählen – wie gewitzt sie doch vorgerechnet hatte und wie sehr sie sich auf ihre wunderschöne Dekokugel freut. Eine Woche später kam dann der Postbote mir einem Paket. Sie öffnete es und sah: Lichterkette Papier, Kleber, die Kugeln und einen Pinsel. Erbost kontaktierte sie die Künstlerin: Wie kannst du sowas machen? Ich frag dich nach einer Dekokugel und du schickst mir Lichterkette, Papier, Kleber, Kugeln und Pinsel? Die Künstlerin antwortete völlig gelassen: Liebes, das ist genau das, wofür du bezahlt hast. Wenn du denkst, dass etwas fehlt, dann musst du dafür bezahlen!
Moral von der Geschichte: Wenn du handgemachtes kaufst, kaust du nicht nur das Material! Du kaufst des Künstlers Zeit, Aufwand, Liebe und Hingabe, die in dein Produkt einfließen. Ist dir der Preis zu hoch, dann such weiter. Findest du nichts günstigeres, dann wird es seinen Grund haben.“

Diese Geschichte kam wie gerufen, und so kopierte und schickte ich sie ihr als Antwort….

Danach setzte ich mich hin und schrieb diesen Text. Ich habe jetzt, nahezu 3 Stunden später, immer noch keine Antwort von der Dame erhalten. Was mich nicht sonderlich stört.

Die Dinge die ich tue, machen mir Spaß, JA, doch auch dieser Spaß ist Arbeit. Ich muss mein Material besorgen, ich investiere meine Zeit und meine Liebe. Ganz so als würde ich auswärts arbeiten hat mein Tag mehrere Stunden welche ich benötige, um das Eine oder Andere anzufertigen. Ich muss ebenso wie andere meine Miete, meinen Strom, mein Benzin, mein Essen finanzieren. Meine Kinder versorgen und wenn ich etwas haben will, dann muss ich es ebenso kaufen und bezahlen wie jeder andere auch. Warum also denkt man, dass ich als Künstler und Energethiker meine Dienste verschenken soll? Meine Arbeit ist es Wert entlohnt zu werden. Ich bin es mir Wert, meine Zeit und mein Tun nicht an irgendjemanden zu verschenken. Oder schenkt euch die Lebensmittelkette die Wurstsemmel die ihr essen wollt? Schenkt euch der Vermieter die Miete? Nein, jeder wird für seine Leistung bezahlt, mal mehr Mal weniger. Wem irgendwas zu teuer ist, der muss nach günstigerem suchen. Auch der Künstler hat seine Ausgaben, er bekommt nichts geschenkt.



In der Hoffnung zum Nachdenken angeregt zu haben,
Regine