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Dankbarkeit

DankbarkeitHeute Morgen bin ich in tiefer Dankbarkeit aufgewacht. Dankbarkeit für mein Leben, für meine Gaben, für meine Kinder, für das ganze Sein und dafür, dass wir in dieser Welt leben dürfen.

Wir sind manchmal traurig oder auch ärgerlich, weil Dinge nicht so laufen, wie wir sie uns wünschen. Auch mir ging es schon so. Und doch, muss ich heute sagen, dass es gut war, dass manche Dinge sich entweder nicht so erfüllten, wie ich es wünschte oder generell manchmal Stoppschilder in meinem Lebe erschienen sind. Diese berühmten Felsbrocken, die mitten im Weg liegen, die uns ausbremsen und uns umsehen lassen, ob man andere Wege findet, oder wie man sie umgehen kann. Genau diese Felsbrocken sind es, die uns einen anderen Blickwinkel verleihen.

Wir sind traurig, wenn wir etwas loslassen müssen. Wir sind traurig, wenn in unserem Leben etwas geschieht, was uns ausbremst. Und doch sind es genau jene Erfahrungen, die uns umdenken lassen, die uns dazu bewegen, nicht alles als selbstverständlich zu nehmen.

Wie ich darauf komme? Aus zwei Begebenheiten. Die erste betrifft eine Freundin, die mit mir über eine Woche intensiv gearbeitet hat, um etwas gegen ihre Krankheit zu unternehmen. Viele Jahre betrachtete sie ihr Leben nur noch als Kampf, sie hasste ihren Körper, sie hasste ihr, für sie so scheinbar unnützes, Leben. Die Krankheit konnte ich ihr nicht nehmen. Doch es ist mir gelungen, dass sie ihr Leben wieder liebt, ihren Körper so nimmt, wie er mit ihr spricht. Dass sie zusammenhänge versteht und die Welt und ihre Mitmenschen mit anderen Augen betrachtet. Es ist mir gelungen durch meine Gabe weiter zu helfen, ihren seelischen Schmerz zu nehmen und ihr zu zeigen, dass man manche Dinge einfach nicht ändern kann und es leichter ist, sie als diese an zu nehmen, wie sie sind. Dass wir unsere Entscheidungen treffen und diese immer, in jenem Moment, richtig sind. Dass wir nicht büßen müssen, oder uns bestrafen müssen. Dass wir nicht immer helfen können, egal was wir alles versuchen.

Sehr tiefe Gespräche fanden in dieser Zeit statt. Nicht nur meine Freundin begann die Welt, die Menschen, das Leben aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, nein, auch ich fing an, einiges anders zu betrachten. Über viele Jahre war ich überzeugt davon, dass meine Gabe ein Fluch sei. Doch nun durfte ich erkennen, so ist es nicht. Meine Gabe ist ein wahrer Segen. Es ist ein Segen Menschen Dinge sagen zu dürfen, die sie sonst niemals hören würden.

Es ist ein Segen Dinge zu sehen, die dem Großteil verborgen bleiben. Es ist ein Segen, zu HÖREN – zu SEHEN – zu FÜHLEN. 

Früher wollte ich mich verstecken, hab mich verleugnet und nur im stillen Kämmerchen meine Gabe gelebt. Durch meine Freundin wurde mir bewusst, dass ich ruhig damit raus gehen darf, dass ich mein Sein ruhig zeigen darf. Dass ich mich gar nicht verstecken soll, denn ich kann, auch wenn es im ersten Moment Tränen gibt, unglaublich viel damit helfen.

DAFÜR DANKE ICH DIR VON GANZEM HERZEN liebe Freundin – DU HAST MICH VIEL GELEHRT.

 

Die zweite Begebenheit war ein Traum heute Nacht. Ich habe mich, im Traum, mit meiner verstorbenen Mutter unterhalten. Sie sagte zu mir: „Du warst so traurig darüber, dass Menschen sich so vor dem Abschied und dem Tod fürchten. Du warst traurig, weil es ihnen so viel Schmerz bereitet loslassen zu müssen. Dass sie sich alleine gelassen fühlen, obwohl sie nicht alleine sind. Und der Tod nur ein anderer Raum ist. Nun hast du erkannt, dass du nicht traurig sein musst und Schmerz in Freude verwandeln kannst……“

Die Worte hallten beim Erwachen nach und ich wusste es stimmte, genauso wie ich es vernommen hatte. Mit einer tiefen Dankbarkeit in mir stand ich heute Morgen auf und beschloss, das, für diesen Moment, für mich Richtige zu tun und euch alle an meiner Dankbarkeit teilhaben zu lassen.

Es ist schön, dass es euch gibt. Es ist schön, dass es meine Gaben gibt. Dieses Leben, diese Welt, dieses Sein ist SCHÖN

Ich wünsch euch einen dankbaren Tag und viele dankbare Erkenntnisse.

Regine